Heute geht es in den Norden der Insel. Nach einem
ausgiebigen Frühstück sind wir los. Ich hatte zuhause in Deutschland schon eine
Liste angefertigt, was man so machen kann. Habe verschiedenste Urlaubsblogs von
Unbekannten gelesen und die North Shore wurde dort besonders wegen der tollen
Strände gelobt.
Auf der Fahrt - wir hatten sogar ein Panoramadach
Erik hat natürlich auch noch mal geschaut, wohin wir fahren
und hat doch prompt gesehen, dass im Norden auch das Survivor Beach Camp von
Lost war. Also der Strandabschnitt, an dem das Flugzeug Wrack aus der Serie lag
und die ganzen Camp bzw. Strandaufnahmen gedreht wurden. Das war dann Ziel
Nummer 1. Ins Navi eingegeben, ca. 47 Minuten von uns. Kurz vorm Ziel war
jedoch die Straße gesperrt, wir wissen bis heute nicht wieso und weshalb, haben
aber nach all dem Hollywood-Fieber überlegt, ob gerade ein Film gedreht wird. Also
einen Umweg, der ca. 20 Minuten dauerte, allerdings war es uns gar nicht so
ungelegen gekommen. Ich musste auf die Pipibox und Erik hatte – nein keinen
Hunger - aber Kaffeedurst, da unsere Milch nämlich geronnen war, gab es kein
Heißgetränk für Erik. Und siehe da, der Umweg hat uns doch direkt an einer
Coffeefarm vorbeigeführt.
Erik steht an um Kaffee zu kaufen, während ich mich durch die Samples probiere
Erik mit seinem ersten und gekauften Kaffee an diesem Tag
Ich mit meiner Chai Tea Latte
Nach dem kurzen Stopp ging es also weiter zum Ziel. Dort
angekommen, haben wir am Rande einer Straße geparkt und sind den Strand
abgelaufen. So richtig konnten wir uns das nicht vorstellen, wo das Survivor
Camp war, da es leider kein Schild oder Ähnliches gab und in Eriks Erinnerung der
Strandabschnitt etwas breiter war, aber es war trotzdem schön. Der Strand war
herrlich, bis auf ein paar Angler und einem Pärchen keine Menschenseele.
Mokule'ia Beach - Lost Strand
Einfach mal wir
Wir sind dann mit dem Auto der Straße noch weiter gefolgt
und kamen am Ende an einem Trail an, der ca. 4 km ging, und zum westlichsten
Punkt der Insel geführt hätte. Nach 10-minütiger Recherche und Grübelei haben
wir uns gegen den Trail entschieden, da wir ja noch andere Punkte auf der To Do
Liste hatten. Auf dem Rückweg derselben Straße haben wir am Camp Erdmann
gehalten, das ist ein Camp für Kinder, also eine Jugendherberge. ABER, hier war
das Dorf der Anderen, ebenfalls aus Lost. Juhuu, wir hatten greifbare Indizien
und es wurde bestätigt. Na klar, mussten wir zu den besagten Häusern laufen, in
denen vor über 10 Jahren gedreht wurde – aber heute sind sie eben mit
mehrstöckigen Betten ausgerichtet. Bevor wir dorthin konnten, mussten wir uns allerdings anmelden und bekamen sogar Besucherarmbändchen und die Notiz, dass keine Bilder mit Menschen im Hintergrund gemacht werden dürfen.
Das Haus vom Dorf der Anderen
Das Symbol der Dharma Initiative
Die Uhr zeigte zu dem Zeitpunkt schon ca. 13 Uhr und ihr
dürft raten, was als nächstes auf dem Programmpunkt stand… Erik hatte Hunger.
Also na klar, ich habe auch immer mitgegessen, aber mein Hunger setzt meist
erst später ein =). Wir sind in einem tollen Tourigebiet „Haleiwa“ zur
richtigen Zeit angekommen – ehrlich gesagt wussten wir gar nicht, dass da doch
so viel los ist im Norden. Das erste und einzige Mal in diesem Urlaub, haben
wir an einem tollen Beach-Restaurant gehalten. In erster Reihe mit Blick auf
den gigantischen Ozean.
Unsere Mittagsimbissierung
Cola oder doch nur Eis?
Von dort aus sind wir am Ozean langgefahren und es gab
mehrere Strände die zum Halten eingeladen haben. Aber ich hatte meine Liste!!!
Stopp Nr.4 war dann also der bekannte Lanikea Beach. Der Strand war eigtl.
nicht besonders toll, schmal und direkt an der Straße gelegen – aber hier
kommen die Riesenschildkröten zum Fressen. Es waren mehr als genug im Wasser
sichtbar, zwei lagen auf den Steinen und haben gemampft. Immer geschützt von
Volunteern, dass man den Tieren nicht zu nah kommt. Hier wird besondere
Rücksicht auf die tollen Meeresbewohner genommen.
Lanikea Beach
Zum Anfassen nah
Nachdem die Fotoshow vorbei war sind wir auch weiter – es
gab eine kleine Bucht, bei der man hätte leichten Zutritt zum Schnorcheln
gehabt, aber war sehr überfüllt. Der nächste Stopp war der Shark Cove. Wie der
Name schon hergibt, war das ein Klippengebiet, in dem man Haie bestaunen kann.
Diese Haie sollen sehr klein sein und auch ungefährlich. Wir hatten keine
Wasserschuhe dabei und naja, irgendwie reizt es mich dann doch nicht so sehr.
Auch wenn eine ganze Menge Menschen zum Schnorcheln im Wasser waren, haben wir
nur von außen geschaut. Super viele Krabben und Krebse, auf die ich Barfuß nicht
treten möchte. Auch wenn ich irgendwie gerne gewollt hätte, hat dann mein
innerer Schweinehund gesiegt. Erik ist ja eh nicht so die Schnorchelnase.
Sharks Cove
Viele Taucher
Der vorerst letzte Stopp war der Sunset Beach. Das war ein
toller breiter Strand, der endlich zum Baden einlud. Wir uns schnell unser Nest
gebaut – was bei dem Wind gar nicht so einfach war – und ab ins Wasser. Es war
herrlich, wenn auch der Wellengang recht stark. Wir haben die Ruhe genossen, da
es doch deutlich ruhiger war als bei unserem Waikiki Beach. So gegen 17 Uhr
sind wir dann nach Hause aufgebrochen und ständig mit dem Gedanken, wie toll
doch eigentlich der Sonnenuntergang hier sein könnte. Hmm… aber wir sind ins
Auto und losgefahren. Zu meiner Überraschung hat Hasi aber dann doch an einer
schönen Ecke gehalten und wir haben einen wunderschönen Sonnenuntergang (ca.
18:15 Uhr) genossen.
Sunset Beach - endlich baden
Zuhause angekommen sind wir doch wirklich Essen gegangen. PF
Changs – mal keinen Burger oder Nudeln, es war eine chinesische Kette. Nach
einem Spaziergang über den Strand sind wir im AirBnB angekommen und eigtl. auch
relativ schnell ins Bett. War schon spät für unsere Verhältnisse.
Bei Erik gibt es Fisch und bei mir Beef mit vielen Frühlingszwiebeln
Angedudelt ging es über den Strand nach Hause





















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