Donnerstag, 17. Oktober 2019

Auf den Spuren von Lost im Norden


Heute geht es in den Norden der Insel. Nach einem ausgiebigen Frühstück sind wir los. Ich hatte zuhause in Deutschland schon eine Liste angefertigt, was man so machen kann. Habe verschiedenste Urlaubsblogs von Unbekannten gelesen und die North Shore wurde dort besonders wegen der tollen Strände gelobt. 

 
Auf der Fahrt - wir hatten  sogar ein Panoramadach
 
Erik hat natürlich auch noch mal geschaut, wohin wir fahren und hat doch prompt gesehen, dass im Norden auch das Survivor Beach Camp von Lost war. Also der Strandabschnitt, an dem das Flugzeug Wrack aus der Serie lag und die ganzen Camp bzw. Strandaufnahmen gedreht wurden. Das war dann Ziel Nummer 1. Ins Navi eingegeben, ca. 47 Minuten von uns. Kurz vorm Ziel war jedoch die Straße gesperrt, wir wissen bis heute nicht wieso und weshalb, haben aber nach all dem Hollywood-Fieber überlegt, ob gerade ein Film gedreht wird. Also einen Umweg, der ca. 20 Minuten dauerte, allerdings war es uns gar nicht so ungelegen gekommen. Ich musste auf die Pipibox und Erik hatte – nein keinen Hunger - aber Kaffeedurst, da unsere Milch nämlich geronnen war, gab es kein Heißgetränk für Erik. Und siehe da, der Umweg hat uns doch direkt an einer Coffeefarm vorbeigeführt. 

 
Erik steht an um Kaffee zu kaufen, während ich mich durch die Samples probiere

 
Erik mit seinem ersten und gekauften Kaffee an diesem Tag 

Ich mit meiner Chai Tea Latte
Nach dem kurzen Stopp ging es also weiter zum Ziel. Dort angekommen, haben wir am Rande einer Straße geparkt und sind den Strand abgelaufen. So richtig konnten wir uns das nicht vorstellen, wo das Survivor Camp war, da es leider kein Schild oder Ähnliches gab und in Eriks Erinnerung der Strandabschnitt etwas breiter war, aber es war trotzdem schön. Der Strand war herrlich, bis auf ein paar Angler und einem Pärchen keine Menschenseele.

 
Mokule'ia Beach - Lost Strand

 Strand am Survivor Beach Camp


Ganz unverhofft sagt uns eine kleine Schildkröte "Hallo"

Einfach mal wir

Wir sind dann mit dem Auto der Straße noch weiter gefolgt und kamen am Ende an einem Trail an, der ca. 4 km ging, und zum westlichsten Punkt der Insel geführt hätte. Nach 10-minütiger Recherche und Grübelei haben wir uns gegen den Trail entschieden, da wir ja noch andere Punkte auf der To Do Liste hatten. Auf dem Rückweg derselben Straße haben wir am Camp Erdmann gehalten, das ist ein Camp für Kinder, also eine Jugendherberge. ABER, hier war das Dorf der Anderen, ebenfalls aus Lost. Juhuu, wir hatten greifbare Indizien und es wurde bestätigt. Na klar, mussten wir zu den besagten Häusern laufen, in denen vor über 10 Jahren gedreht wurde – aber heute sind sie eben mit mehrstöckigen Betten ausgerichtet. Bevor wir dorthin konnten, mussten wir uns allerdings anmelden und bekamen sogar Besucherarmbändchen und die Notiz, dass keine Bilder mit Menschen im Hintergrund gemacht werden dürfen.

 
Das Haus vom Dorf der Anderen

 
Das Symbol der Dharma Initiative

Die Uhr zeigte zu dem Zeitpunkt schon ca. 13 Uhr und ihr dürft raten, was als nächstes auf dem Programmpunkt stand… Erik hatte Hunger. Also na klar, ich habe auch immer mitgegessen, aber mein Hunger setzt meist erst später ein =). Wir sind in einem tollen Tourigebiet „Haleiwa“ zur richtigen Zeit angekommen – ehrlich gesagt wussten wir gar nicht, dass da doch so viel los ist im Norden. Das erste und einzige Mal in diesem Urlaub, haben wir an einem tollen Beach-Restaurant gehalten. In erster Reihe mit Blick auf den gigantischen Ozean. 

 
Unsere Mittagsimbissierung

 
Cola oder doch nur Eis?
Von dort aus sind wir am Ozean langgefahren und es gab mehrere Strände die zum Halten eingeladen haben. Aber ich hatte meine Liste!!! Stopp Nr.4 war dann also der bekannte Lanikea Beach. Der Strand war eigtl. nicht besonders toll, schmal und direkt an der Straße gelegen – aber hier kommen die Riesenschildkröten zum Fressen. Es waren mehr als genug im Wasser sichtbar, zwei lagen auf den Steinen und haben gemampft. Immer geschützt von Volunteern, dass man den Tieren nicht zu nah kommt. Hier wird besondere Rücksicht auf die tollen Meeresbewohner genommen.

 
Lanikea Beach

Zum Anfassen nah

Nachdem die Fotoshow vorbei war sind wir auch weiter – es gab eine kleine Bucht, bei der man hätte leichten Zutritt zum Schnorcheln gehabt, aber war sehr überfüllt. Der nächste Stopp war der Shark Cove. Wie der Name schon hergibt, war das ein Klippengebiet, in dem man Haie bestaunen kann. Diese Haie sollen sehr klein sein und auch ungefährlich. Wir hatten keine Wasserschuhe dabei und naja, irgendwie reizt es mich dann doch nicht so sehr. Auch wenn eine ganze Menge Menschen zum Schnorcheln im Wasser waren, haben wir nur von außen geschaut. Super viele Krabben und Krebse, auf die ich Barfuß nicht treten möchte. Auch wenn ich irgendwie gerne gewollt hätte, hat dann mein innerer Schweinehund gesiegt. Erik ist ja eh nicht so die Schnorchelnase.

Sharks Cove

Viele Taucher

Der vorerst letzte Stopp war der Sunset Beach. Das war ein toller breiter Strand, der endlich zum Baden einlud. Wir uns schnell unser Nest gebaut – was bei dem Wind gar nicht so einfach war – und ab ins Wasser. Es war herrlich, wenn auch der Wellengang recht stark. Wir haben die Ruhe genossen, da es doch deutlich ruhiger war als bei unserem Waikiki Beach. So gegen 17 Uhr sind wir dann nach Hause aufgebrochen und ständig mit dem Gedanken, wie toll doch eigentlich der Sonnenuntergang hier sein könnte. Hmm… aber wir sind ins Auto und losgefahren. Zu meiner Überraschung hat Hasi aber dann doch an einer schönen Ecke gehalten und wir haben einen wunderschönen Sonnenuntergang (ca. 18:15 Uhr) genossen. 

 
Sunset Beach - endlich baden 

Auch Erik gefällt es


Sogar mit Lifeguard

Ist er nicht einfach schön?


Wunderschöner Sonnenuntergang

Zuhause angekommen sind wir doch wirklich Essen gegangen. PF Changs – mal keinen Burger  oder Nudeln, es war eine chinesische Kette. Nach einem Spaziergang über den Strand sind wir im AirBnB angekommen und eigtl. auch relativ schnell ins Bett. War schon spät für unsere Verhältnisse.


Erik brauchte noch Zimmerverpflegung


Unser erster Appetizer im Urlaub - sehr lecker

 Bei Erik gibt es Fisch und bei mir Beef mit vielen Frühlingszwiebeln

Angedudelt ging es über den Strand nach Hause

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