Samstag, 19. Oktober 2019

Abreise...24 Stunden on tour

Am Donnerstag war dann auch schon wieder der letzte Tag gekommen. Unsere Wecker waren für 4:30 Uhr gestellt. Wir brauchten sie aber nicht, wir hatten beide schlecht geschlafen und waren schon vorher wach. Das einzige Manko des Apartments: die Klimaanlage war wirklich nicht gut - es war einfach zu heiß in der Nacht. Kurz geduscht wurden mit einem Schluck Kaffee die letzten Sachen eingepackt und gegen 5:15 Uhr sind wir zum Auto gelaufen. Die erste und letzte Nacht auf offener Straße hat das Auto gut weggesteckt - ohne Kratzer ging es zurück zu Alamo.

Unser Zimmer: wieder leer

Los geht's

 
Bei der Abgabe: wir sind auch nur ca. 300 Meilen (510km gefahren)

Dort ging es per Bus Shuttle zum Terminal wo wir dann auch schon gegen 6 Uhr da waren. Wir flogen zunächst mit Hawaiian nach Los Angeles und von dort weiter nach Frankfurt mit Lufthansa - so der Plan. Der Flug sah - Klassiker - die ganze Zeit natürlich gut aus. Morgens war er dann natürlich leicht überbucht; -2 war aber auch noch überschaubar.

Check in am Automaten - wirklich gut gemacht 

Unser A330-200 (HA10 von HNL nach LAX) - die N395H, ca. 5 Jahre alt

 
Einsteigen bitte

Pünktlich ging es nach Los Angeles und wir kamen gegen 16:30 Uhr Ortszeit an (5h Flugzeit + 3h Zeitverschiebung - der Tag war schon fast wieder vorbei). Dieses Mal war der Flug  zum Glück nicht so kalt. Gepäck geholt, zum anderen Terminal gelaufen und kurz umgezogen, bevor wir zum LH Schalter gingen. Dort wurden wir dann gleich mal gefragt, ob wir uns auch aufteilen würden bzw. ein Downgrade nehmen würden (da Business Standby zuvor gekauft) - kein gutes Zeichen, aber sowas wird dann halt vorher oft gleich gefragt. Wir erkundigten uns noch kurz nach der Swiss Maschine nach Zürich (hätten wir auch probieren können), die war aber auch überbucht, und so blieben wir bei der LH. Wenigstens konnten wir Gepäck abgeben und schon mal rein - Sitzplätze gibt's sowieso erst am Gate.

 
Anflug auf Los Angeles, fast geschafft

In der Nähe vom Gate hatten wir uns dann eine Bar gesucht und jeweils ein 13 USD Bier und Wein gegönnt - was kostet die Welt. Nikki hatte einen Blog Eintrag fertiggemacht, ich habe immer nach den Zahlen vom Flug geschaut. Wir sind dann zum Gate und die übliche Zitterei ging los. Auf dem Hinflug war relativ klar, dass wir mitkommen würden; zurück nicht ganz. Es war auch der letzte Flug am Tag den wir nehmen konnten. Nikki hatte schon nach Unterkünften in Flughafennähe geschaut.

Erstmal was trinken 

 
Nikki erneut im Blog Fieber 

Wir hatten dann Glück: Nikki bekam eine Email mit ihrem neuen Sitzplatz: 10D. Und was war mit mir? Downgrade? Abgeladen? Witzigerweise stehen die Angehörigen immer vor dem Mitarbeiter auf der Warteliste, dass die erstmal wegkommen. Ich wurde dann kurze Zeit später ausgerufen und auf dem Tresen lagen verschiedene Bordkarten: ich erkannte dann schon an den großen Buchstaben F, C, E und M, dass alle Kabinen vertreten waren. Ich suchte schnell nach meinem Namen und sah sofort das C: auch Business, yeah :-)

 Unsere 747-8 für den Rückweg: die Potsdam (D-ABYI) für den Flug LH451

 Sakko hat's gebracht

So weit so gut: schnell rein bevor es sich jemand anders überlegt. Ich saß auf 81A (Upperdeck), wir tauschten aber mit 10G dass wir nebeneinandersitzen konnten. Alles sah super aus, wir hatten angestoßen. Dann bemerkten wir, dass es Probleme mit dem Sitz eines Gastes eine Reihe hinter uns gab. Verschiedene Techniker in Warnwesten liefen mit Walky Talkys durch das Flugzeug - kein gutes Zeichen. Der Purser meinte dann, der Sitz wäre komplett kaputt und nicht nutzbar, da nicht safe. Super - wir wussten sofort was das heißt und schnell drehte man sich zu uns um :-) Einer müsste den Platz räumen und in die Premium Economy gehen. Nun gut, ich nahm dann meine Sachen und zog nach hinten ab - aber noch mit einem zweiten Champus in der Hand. Der Vollzahler saß dann neben Nikki. Wir fragten aber, ob ich während des Fluges wieder auf den Platz könne - da ja sonst alles ging, nur der Sitz wohl irgendwie wacklig. Der Purser sich den Sitz während ich den Platz räumte angeschaut und meinte dann, dass das ginge - somit konnte ich nach dem Start und Erreichen der Reiseflughöhe wieder nach vorne. Juhuuuu.

Hier war noch alles gut...Cheers 

 
Dann ging ich erstmal in die Premium Eco vor die Wand 

Dann zurück in die Business auf den vermeintlich kaputten Sitz - und Nikki im Blick..

Der Sitz war auch in Ordnung: irgendwas war nicht fest wenn man sich stark nach hinten drückte, aber eigentlich kaum bemerkbar. Man konnte ihn auch zum Schlafen voll ausfahren und das Entertainment System funktionierte auch - alles war für einen guten Rückflug angerichtet.

Rind als Vorspeise bei mir

Nikki musste den Fisch wählen

...und Rind als Hauptspeise, mit Garnele - sehr sehr gut (hatten wir beide)

 
Da sind wir

 
Schon kurz vor der Landung

Der Flug war super - nach ca. 10 Stunden und 40 Minuten waren wir in Frankfurt gelandet. Das Essen und der Service klasse. Und das Beste: der Purser hatte mich im System auf Premium Economy gedowngraded, da mein Sitz nicht in Ordnung war - ich würde sogar noch etwas Geld zurückbekommen. Aber auch während der Landung durfte ich vorne sitzen bleiben.

In Frankfurt angekommen

Danach ging's mit der Bahn zurück nach Hause. Von Haustür zur Haustür waren wir knapp über 24 Stunden unterwegs und entsprechend müde; viel hatten wir auf den Flügen nicht geschlafen. Wir bestellten sogar Essen und hatten keine Energie zum Einkaufen gehen. Auch die Heizung wurde angemacht, da es einfach zu kalt war. Den Abend verbrachten wir dann mit einer Serie, auf die wir während des Urlaubs wieder richtig Lust bekommen hatten: Lost :-) Wir schauten drei Folgen und sind gegen 22:30 Uhr müde ins Bett.

So kalt

 
Dafür gab's Lost

Erste Folge und direkt die Kualoa Ranch bzw. das Kaaawa Valley erkannt

Mit dem Urlaub ist nun auch unser Blog am Ende und wir hoffen ihr hattet viel Spaß am Lesen - wir bedanken uns für die Aufmerksamkeit :-)
Ganz liebe Grüße und bis bald.

Nikki & Erik

Das Beste zum Schluss: Koko Head

Am Mittwoch war unser letzter voller Tag im Urlaub und wir wollten nach unserem Sonnenbrand vom Vortag nicht nur faul im Schatten liegen. Ein Freund von mir hatte uns noch den Koko Head empfohlen. Er meinte noch, es wäre ein gutes Workout. Kurz gegoogelt und für ausflugstauglich eingestuft machten wir uns los, nur so 25 Minuten von unserem Apartment. Was sollte denn schon passieren, waren wir doch erst ein paar Tage auf dem Diamond Head?

Warnschild, nur wofür?

Aus der Ferne hatten wir den kleinen Berg schon gesehen. Der Weg führt schnurgeradeaus direkt zum Gipfel - auf einer alten/ehemaligen Eisenbahnschiene. Positiv: es gibt keinen Umweg; negativ: die 310 Höhenmeter gilt es auf knapp 1,2km und über 1000 Stufen zu bewältigen - die Steigerung kann man sich also gut vorstellen. Es geht relativ entspannt los, doch mit dem weiteren Verlauf wurde es immer steiler - gemäß dem Motto: hinten ist die Ente fett. So ziemlich jeder war auf der Strecke nassgeschwitzt und die wenigstens bewältigten das Workout ohne Pause im Schatten. Die 30° und gefühlten 90% Luftfeuchtigkeit mit teilweise Sonne kommen zum Spaß ja noch dazu.

Sieht doch easy aus

 
Wo gehts zum Strand?

 
Halbzeit und schon nass

 
Watch your Step,  nicht ungefährlich - daher wohl die Warnschilder

 
Aufgepasst

Hier der steile Weg gut zu erkennen

Nach ca. 45 Minuten waren wir dann endlich oben und wurden mit einem wunderschönen Ausblick über die Umgebung belohnt. Das Meer, der Diamond Head in der Ferne und viele anliegende Buchten. Oben gab's dann noch eine Fotosession bevor es dann runterging. Zurück brauchten wir dann fast länger, denn runter musste man erst richtig aufpassen. Nicht wenige sind auf allen Vieren abgestiegen. Der Weg war beschwerlich: stufenartig, aber stets unregelmäßig mit üblen Hindernissen. Mom, das wäre das richtige für dich gewesen :-) Tafelberg und der El Tepozteco lassen grüßen.

Geschafft und fix und fertig...

...und belohnt

 
Toller Ausblick - Der Trail auch ganz gut hier beschrieben

Danach ging's kurz nach Hause zum Badesachen holen und das letzte Mal an den Strand. Wir nutzten die letzten Sonnenstrahlen maximal und waren noch einige Male im schönen warmen Wasser. Einfach herrlich. Wehmütig verabschiedeten wir uns und trampelten zum Apartment zum Kofferpacken, bevor es zum ebenfalls letzten Abendessen ging. Für den letzten Abend hatten wir uns dann nochmal was richtig ausgefallenes ausgesucht: Burger und Rips, was sonst. Danach wurden die letzten Akoholreste aufgebraucht und das Auto umgeparkt (natürlich in anderer Reihenfolge). Wir mussten am nächsten Morgen nämlich früh los und nachts war unser Parkhaus abgeschlossen. Ich glaube gegen 22:30 Uhr waren wir dann schon im Bett.

Die anliegenden Beachvolleyballfelder

 
Im anliegenden Fort DeRussy Beach Park

Ich wollte noch nicht weg :(

 
Wir waren fast die Letzten

 

Burger mit Kartoffelbrei statt Pommes


Die Rips - leider nicht so gut wie meine im Hard Rock Cafe ein paar Tage vorher


Im Auto: wir mussten kurz wegen der Parkuhr warten

Freitag, 18. Oktober 2019

You can't stop the waves, but you can learn to surf!


Heute war mein großer Tag! Endlich – nach 5 Jahren – konnte ich wieder zurück aufs Surfboard. Ich habe mich schon den ganzen Urlaub gefreut. Gleich am ersten Tag habe ich einen Stand gesehen und mich erkundigt. Allerdings wegen der Unfallgefahr den Zeitpunkt auf das Ende des Urlaubs gelegt.
Nach einem Frühstück hieß es heute – ab zum Strand. Vollgepackt wie die Esel, weil wir heute auch Stühle mitgenommen haben, sind wir losgewatschelt. Um ca. 9:30 Uhr beim Strand angekommen haben wir mal wieder unser Nest aufbauen wollen. Aber unsere Ecke war abgesperrt – wieso?? Richtig, es lag ein Munk Seal = Mönchsrobbe am Strand. Und wie vorher schon erwähnt, haben die Tiere hier Vorrang. Es wurde ein riesen Bogen um das mächtige Tier abgesperrt und wehe man ist nicht drum herumgelaufen.  Es ist einfach schon der Wahnsinn, wenn man solche riesen Meeresbewohner am Strand sieht – was meine Angst aber vorm Surfen auf Grund von Haien doch nochmal etwas verschärfte. Die Robbe lag bis ca. 15 Uhr am Strand und ist dann zurück ins
Wasser gerobbt.

Die Mönchsrobbe am Strand

Die Urlauber staunen und machen Fotos =)


Wie bei CSI bzw. Tatort - nur das hier ein lebendiges Tier lag

Als ich dann endlich meine Stunde gebucht habe – natürlich mehrfach meine Angst vor Haien erwähnt – und der Fotograf: „Ich bin täglich mehrfach draußen und das schon seit Jahren… ja dort gibt es Haie, aber die machen nichts“. Okay das hat meine Angst nicht gerade genommen...
Um 11 Uhr ging es aufs Wasser und es war einfach nur wieder unglaublich toll. Wir waren nur zu viert und hatten einen tollen Surflehrer und diesen sogenannten Fotografen bei uns. An Land kurz geübt und dann hieß es auch schon aufs Board und los paddeln. Ich habe viele Wellen gestanden, auch wenn der ein oder andere Fehlversuch dabei war und man doch des Öfteren das Wasser durch die Nase saugt. Aber Salzwasser ist ja befreiend. Aber der Surflehrer war einfach super und hat Spaß an seiner Arbeit, das merkt man. Achja, die Angst vor den Haien hatte ich durchaus vergessen. Nach 1,5 Stunden war dann Schluss – reicht auch, da es echt in die Arme geht. Nur muss man ja noch zurück an Land kommen. Gefühlt eine Stunde später habe ich es auch – an einem Stück, ohne Verletzungen und Haiangriffen – geschafft und hatte einen tollen Begleiter unter meinem Surfboard…eine Riesenschildkröte ist mit geschwommen. 

  Aloha - noch vor dem Wasser

 Sieht richtig gut aus, oder?

 Und es hat sooo viel Spaß gemacht

 UPS...

 Wieder rauspaddeln, damit die nächste Welle kommen kann

Wieder da 

 
Mittagsimbiss- dieses Mal hatte sogar ich richtig Hunger

Erik hat sich in der Zeit gesonnt, war im Meer baden und hat den Spiegel gelesen – ich kann es nicht verstehen, aber er wollte nicht mit surfen kommen. Schade – es macht echt so viel Spaß. Freu mich schon aufs nächste Mal und kann es kaum erwarten.

 
Erik beim Tanning 

Wir sind dann auch in der Tat das erste Mal in den Schatten umgezogen, da wir uns den ersten Sonnenbrand des Urlaubs geholt haben. Erik auf der Brust und ich am Hintern und an den Waden. Wir haben die ein oder andere Partie „Nochmal“ gespielt, ein Würfelspiel.

 
Im Schatten auf dem Grünen

Im Stuhl


Erik ist nochmal los zum Supermarkt Getränke holen gegangen

Nach Ankunft

Um 16 Uhr sind wir zurück aufs Zimmer und haben uns fertiggemacht. Wir sind noch Postkarten kaufen gegangen und schnell nach Hause. Es gab Schinkennudeln und das zweite Canasta-Matchi stand an. Dieses Mal leider zu meinen Missgünsten, Erik hat gewonnen. 1:1 steht es nun.

 
Beim Karten spielen aufgefallen, dass die zwei Türme Stromausfall haben

Ergebnis des Abends

Abreise...24 Stunden on tour

Am Donnerstag war dann auch schon wieder der letzte Tag gekommen. Unsere Wecker waren für 4:30 Uhr gestellt. Wir brauchten sie aber nicht, w...